Der Ekel

Jean Paul Sartre So verlor das Vergnügen, indem es ebenfalls in den Rang eines Rechtes überging, seine aggressive Nutzlosigkeit. Jean Paul Sartre : Der Ekel

Wichtigtuerei

Sie möchten uns weismachen, daß ihre Vergangenheit nicht verloren ist, daß ihre Erinnerung sich verdichtet, sich markig in Weisheit verwandelt hat. Bequeme Vergangenheit! Vergangenheit im Taschenformat, kleines goldenes Buch voll schöner Grundsätze. „Glauben Sie mir, ich spreche aus Erfahrung, alles, was ich weiß, hat mich das Leben gelehrt.“ Hat das Leben es etwa übernommen, für … Weiterlesen …

Oh, der Leuchtturm!

Das erste Licht, das anging, war das des Leuchtturms Caillebotte; ein kleiner Junge blieb neben mir stehen und murmelte hingerissen: „Oh, der Leuchtturm!“Da fühlte ich mein Herz von einem starken Abenteuergefühl überwältigt. Jean-Paul Sartre, Der Ekel, 1938, © 1981 by Rowohlt Verlag GmbH, p66

Einladender Komplizenblick

Der Doktor lacht […] Ich lache nicht, ich gehen nicht auf seine Annäherungsversuche ein: also probiert er, immer noch lachend, das schreckliche Feuer seiner Pupillen an mir aus. Wir schauen uns schweigend ein paar Sekunden lang an; er mustert mich, als wäre er kurzsichtig, er ordnet mich ein. In die Kategorie der Spinner? In die … Weiterlesen …

Wieder die Finger

Gleich kommt der Refrain: den liebe ich besonders, und die abrupte Art, mit der er sich vorwärts wirft, wie eine Klippe gegen das Meer. Im Augenblick wird Jazz gespielt; keine Melodie, nur Noten, eine Myriade von kleinen Stößen. Sie kennen keine Ruhe, eine unbeugsame Ordnung lässt sie entstehen und zerstört sie, ohne ihnen ja Muße … Weiterlesen …

Eine Art Ekel in den Händen

Die Gegenstände, das dürfte einen nicht berühren, denn das lebt ja nicht. Man bedient sich ihrer, man stellt sie wieder an ihren Platz, man lebt mitten unter ihnen: sie sind nützlich, mehr nicht. Aber mich, mich berühren sie, das ist unerträglich. Ich habe Angst, mit ihnen in Kontakt zu kommen, als wären sie lebendige Tiere. … Weiterlesen …